Phrasen dreschen leicht gemacht

Zitat des Tages

 

"Lesen ist Fernsehen im Kopf"

 

In unseren Schreibseminaren bitten wir die Seminarteilnehmer eine beliebige dreistellige Zahl aufzuschreiben.

Mit Hilfe der Phrasentabelle lassen sich mit diesen Zahlenkombinationen typische Formulierungen aus Politik und Wirtschaft zusammenstellen.

566: funktionelle Übergangsphase

402: progressive Führungsebene

875: qualifizierte Wachstumskonzeption

 

Diese kleine Übung zeigt Wirkung: Die Teilnehmer sind danach sensibler und entlarven nichtssagende Formulierungen in (eigenen) Texten viel schneller und sicherer.




Tauschbörse für ungeliebte Wörter

360-Grad-Blog bietet Liste mit Wörtern, die man vermeiden sollte

 

Warum mögen wir bestimmte Wörter und andere nicht? Und was sagen unsere Wort-Vorlieben und -Abneigungen über uns aus?

Im 360-Grad-Blog finden Sie eine Liste mit Wörtern, die häufig verwendet werden, obwohl sie "einfach doof sind, unschön klingen, zu modisch oder zu abgedroschen sind".

Die Blog-Betreiberinnen bieten Alternativen für diese Wörter und fordern alle auf, die Liste zu erweitern.

Doch auch wer gerne und häufig das Wörtchen "zeitnah" benutzt oder Wörter wie "rückhaltlos" oder "Expertise" mag - sollte dort vorbeischauen.

Ich werde mich an der Tauschbörse beteiligen - mit einem Wort, das mir in den letzten Wochen unangenehm aufgefallen ist:

voten - (Voten Sie jetzt!)

Mir gefällt "abstimmen" besser.




Wir oder ich?

Im Namen der Firma

 

  • "Nutze ich als Absender besser das kollektive "Wir" oder das individuelle "Ich"?
  • "Darf ich im Brief vom "Wir" ins "Ich" wechseln und umgekehrt?"
  • "Darf ich einen Satz oder Absatz mit einem "Wir" bzw. "Ich" beginnen?"

Diese Fragen werden in jedem unserer Seminare zum Thema "Briefe und E-Mails" gestellt!

Bei Aussagen, die sich auf Angebote oder Erwartungen des Unternehmens beziehen, sollten Sie ein "Wir" benutzen:

Wir bieten Ihnen ... / Wir bitten Sie ... / Wir erwarten ... /

Das "Ich" nutzen Sie am besten bei Aussagen, die sich auf Ihren direkten Kontakt mit dem Sender beziehen:

Sie erreichen mich ... / Ich rufe Sie an ... / Ich werde mich darum kümmern / Ich freue mich auf das Gespräch mit Ihnen ...

Diese deutliche Trennung macht auch ein Mix aus "Wir" und "Ich" in einem Brief bzw. einer E-Mail möglich.

Selbstverständlich können Sie auch einen Satz mit "Wir" oder "Ich" beginnen: Achten Sie jedoch darauf, dass dies nicht in jedem zweiten Absatz der Fall ist.

Wichtig auch: Formulieren Sie die Mehrzahl der  Sätze aus der "Sie"-Perspektive:

Sie erhalten ... / Sie baten ... / Sie wünschen ... / Sie profitieren ... /

Tipp aus unserem In-House-Seminar "Briefe und E-Mails: Frischer Wind für Ihre Korrespondenz".

 




Entwicklung und Zukunft des Internets

Spannende Analyse von Prof. Dr. Peter Kruse

 

Lange Zeit war das Internet ein reines Informationsmedium. Doch so umfangreicher die Informationen im Netz wurden, umso schwieriger wurde es für die Nutzer, den Wert einer Information zu bemessen.

Prof. Dr. Peter Kruse beschreibt, wie das Web2.0 aus diesem Mangel erwachsen ist - doch bis heute das Problem nicht wirklich lösen kann.

In sechs kurzen Videos erklärt Kruse auf YouTube sehr anschaulich, wie und warum sich Social Networks gebildet haben und welche Fragen sich für die Zukunft stellen. (via Leander Wattig).

 

Hier Teil 1 - alle weiteren Beiträge auf YouTube oder auf Kruses Blog What´s next.

(Interview ist auf Englisch)

 

 




Weniger Stress - geringerer Zeitaufwand: Das Systemprotokoll

Gemeinsam statt allein

 

Kein Beitrag in diesem Weblog ist bisher häufiger aufgerufen worden als unsere Protokollvorlage. Über 11.000 Besucher haben diese bereits heruntergeladen!

Protokolle schreiben müssen - das macht vielen Menschen Angst: Sie befürchten wesentliche Punkte zu vergessen oder Inhalte ungenau zu formulieren.

Eine gute Protokollvorlage gibt ihnen Sicherheit und Struktur - eine 100 % Garantie jedoch bietet auch die beste Protokollvorlage nicht.

Protokolle schreiben müssen - das macht vielen Menschen auch enormen Druck: Denn oft fehlt ihnen die Zeit, das Protokoll direkt nach dem Meeting zu verfassen.

Doch wer einige Tage verstreichen lässt, gerät automatisch in die Angstfalle, die Inhalte nicht mehr korrekt wiedergeben zu können.

Die Alternative: Das gemeinsame Systemprotokoll

Bei dieser Technik wird das Protokoll während des Meetings von allen Teilnehmern gemeinsam verfasst.

Die Anwesenden entscheiden zu Beginn, welche Ordnung sie ihren Beiträgen geben wollen: Sie können zum Beispiel nach Themen, Aufgaben, Verantwortung etc. sortieren.

Der Protokollführer schreibt die vereinbarten Oberbegriffe auf verschiedenen Flipchart-Seiten und notiert während des Meetings - für alle Teilnehmer gut sichtbar - die Inhalte auf die entsprechenden Flipchart-Blätter

Die Vorteile dieser Methode:

  • Vollständigkeit und Kürze: Sie notieren nur, was wirklich wichtig ist
  • Richtigkeit: Alle Teilnehmer kontrollieren, was aufgeschrieben wird
  • Einigkeit: Meinungsverschiedenheiten oder Interpretationen können direkt ausgeräumt werden
  • Rasche Fertigstellung: Die Flipcharts müssen nur 1:1 abgetippt oder abfotografiert werden.
  • Entlastung des Schriftführers: Alle Teilnehmer übernehmen die Verantwortung für das Protokoll.

Buchtipp:

Phillip Bozek: 50 one-minute tips to better communication: a wealth of business communication ideas.




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Ania Dornheim und Sabine Krippl geben im Weblog Tipps für bessere Unternehmenstexte.

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