Vorsatz für 2010

Projekt Ghostwirter

Nicht nur wir beschäftigen uns mit besseren Texten: Auch das ZEITmagazin hat in dieser Woche einen Aufruf gestartet.

Wir dürfen unsere Texte hinschicken und redigieren lassen, die interessantesten Beispiele werden im Magazin abgedruckt.

 

Mehr unter  http://www.zeit.de/2010/09/Redigieraufruf-09.




Anti-PROduktnamen

Alles andere als kreativ

 

Laut gelacht habe ich beim Lesen dieses Beitrags im Konzeptionerblog. Klaus Schmidbauer beklagt sich darüber, wie einfallslos Kreative oft bei der Namensgebung von Produkten, Projekten, Events oder Dienstleistungen sind.

Sein persönliches Anti-Wort ist die Vorsilbe "pro" ...

Mir haben es die Wörtchen "Plus" und "4you" angetan, mit denen ich regelmäßig konfrontiert werde. Ob Begriffe wie SparPLUSrate, 4you-Konto oder das 4you-Wohlfühl-Angebot beim Kunden wirklich ankommen?   

 

Zum Beitrag "Produktnamen und Rechtschreibung" im Weblog >>>




Text-Tipp-Würfel gestaltet

Kreative Seminarteilnehmer

 

 

Über unseren Text-Tipp-Würfel habe ich an dieser Stelle im Weblog schon berichtet.

Die kreativen Ideen der Teilnehmer sind beeindruckend.

Besonders gelungen ist dieser Text-Tipp-Würfel, den ein Seminarteilnehmer gestern im Seminar "Besser schreiben im Beruf" entworfen hat.




Geschickte Wortwahl

Tipp 1: Vorsicht bei "aber" oder "trotzdem"!

 

Ihre Präsentation gefällt mir gut, aber Sie sollten einige Folien kürzen.

 

Wörter wie "aber", "jedoch" oder "trotzdem" schwächen stets den Hauptsatz. Verwenden Sie die Wörtchen deshalb nie nach einem Lob oder einer positiven Aussage:

 

Ihre Präsentation gefällt mir gut. Wenn Sie einige Folien kürzen, ist sie perfekt!

 

Ist die Aussage Ihres Hauptsatzes hingegen für den Leser negativ, können Sie die Aussage mit einem "aber" oder "trotzdem" abschwächen:

 

Die Präsentation ist ziemlich lang, aber Sie können Sie ja noch kürzen. 


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Kritik schriftlich äußern

Tipp 2: Bereiten Sie Ihren Leser vor

 

Ein Leser ist viel "empfindlicher" als ein Zuhörer: Ihm fehlen Mimik und Tonlage des Senders, um dessen Aussage einordnen zu können. Auch eine direkte Reaktion ist nicht möglich.

Auf schrifltich geäußerte Kritik oder eine schriftliche Ablehnung reagiert der Leser deshalb besonders empfindlich. Im Idealfall nutzen Sie das persönliche Gespräch für eine Aussprache.

Ist dies nicht möglich, können Sie in Ihrem Text die negative Wirkung Ihrer Nachricht abmildern.

 

Starten Sie mit einem einführenden Satz:

 

Beschreiben Sie Ihre Gefühlslage

Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll ...

Die Sache bereitet mir Kopfzerbrechen ...

Die Sache liegt mir im Magen ...

Wie gerne würde ich Ihnen eine andere Nachricht senden, doch ...

Ehrlich gesagt: Ich habe mich sehr geärgert und muss jetzt etwas Dampf ablassen.

 

Spiegeln Sie die Gefühle Ihres Lesers

Sie werden sicher nicht erfreut sein, doch ...

Ich hoffe, Sie werden nicht allzu enttäuscht sein:

Sicher haben Sie sich eine andere Antwort gewünscht, doch ...

 

Bereiten Sie den Leser vor

Unangenehme Nachricht:

Ich will ehrlich sein:

Ich will nicht um den heißen Brei herumreden:

 

Wichtig: Der Satz muss vor der negativen Nachricht stehen, nicht danach! Denn nur so lenken Sie die Aufmerksamkeit des Lesers auf die zwischenmenschliche Situation.

Der Leser kann sich von der negativen Nachricht leichter distanzieren und auf die Kommunikation mit Ihnen konzentrieren.


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Ania Dornheim und Sabine Krippl berichten aus ihrem beruflichen Alltag und geben Tipps für bessere Unternehmenstexte.

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