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Geschickte Wortwahl

Tipp 1: Vorsicht bei "aber" oder "trotzdem"!

 

Ihre Präsentation gefällt mir gut, aber Sie sollten einige Folien kürzen.

 

Wörter wie "aber", "jedoch" oder "trotzdem" schwächen stets den Hauptsatz. Verwenden Sie die Wörtchen deshalb nie nach einem Lob oder einer positiven Aussage:

 

Ihre Präsentation gefällt mir gut. Wenn Sie einige Folien kürzen, ist sie perfekt!

 

Ist die Aussage Ihres Hauptsatzes hingegen für den Leser negativ, können Sie die Aussage mit einem "aber" oder "trotzdem" abschwächen:

 

Die Präsentation ist ziemlich lang, aber Sie können Sie ja noch kürzen. 


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Kritik schriftlich äußern

Tipp 2: Bereiten Sie Ihren Leser vor

 

Ein Leser ist viel "empfindlicher" als ein Zuhörer: Ihm fehlen Mimik und Tonlage des Senders, um dessen Aussage einordnen zu können. Auch eine direkte Reaktion ist nicht möglich.

Auf schrifltich geäußerte Kritik oder eine schriftliche Ablehnung reagiert der Leser deshalb besonders empfindlich. Im Idealfall nutzen Sie das persönliche Gespräch für eine Aussprache.

Ist dies nicht möglich, können Sie in Ihrem Text die negative Wirkung Ihrer Nachricht abmildern.

 

Starten Sie mit einem einführenden Satz:

 

Beschreiben Sie Ihre Gefühlslage

Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll ...

Die Sache bereitet mir Kopfzerbrechen ...

Die Sache liegt mir im Magen ...

Wie gerne würde ich Ihnen eine andere Nachricht senden, doch ...

Ehrlich gesagt: Ich habe mich sehr geärgert und muss jetzt etwas Dampf ablassen.

 

Spiegeln Sie die Gefühle Ihres Lesers

Sie werden sicher nicht erfreut sein, doch ...

Ich hoffe, Sie werden nicht allzu enttäuscht sein:

Sicher haben Sie sich eine andere Antwort gewünscht, doch ...

 

Bereiten Sie den Leser vor

Unangenehme Nachricht:

Ich will ehrlich sein:

Ich will nicht um den heißen Brei herumreden:

 

Wichtig: Der Satz muss vor der negativen Nachricht stehen, nicht danach! Denn nur so lenken Sie die Aufmerksamkeit des Lesers auf die zwischenmenschliche Situation.

Der Leser kann sich von der negativen Nachricht leichter distanzieren und auf die Kommunikation mit Ihnen konzentrieren.


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Smileys bewusst einsetzen

Tipp 3: In E-Mails sehr hilfreich

 

In informellen E-Mails können Smileys dem Leser viel Sicherheit geben. Denn sie sind ein guter Ersatz für Mimik und Tonlage.

Nach einer kritischen oder negativen Nachricht kann der Smiley dem Leser Trost spenden:

 

:-) = Kopf hoch!

;-) = Ist nicht so gemeint.

:-( = Ich weiß, die Nachricht ist unangenehm.

 

Allerdings kommt es sehr auf die Äußerung vor dem Smiley an. Achten Sie darauf, dass der Satz neutral formuliert ist! Nur dann kann der Smiley wirken.

 

Der Smiley funktioniert gut:

Leider muss der Vortrag noch einmal überarbeitet werden. :-(

 

Der Smiley funktioniert gar nicht:

Sie müssen den Vortrag auf jeden Fall noch einmal überarbeiten. :-(

 

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Ania Dornheim und Sabine Krippl geben im Weblog Tipps für bessere Unternehmenstexte.

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