Kulturwandel

Kritik schriftlich äußern

Ein Leser ist viel "empfindlicher" als ein Zuhörer: Ihm fehlen Mimik und Tonlage des Senders, um dessen Aussage einordnen zu können.

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Auch eine direkte Reaktion ist nicht möglich. Auf schrifltich geäußerte Kritik oder eine schriftliche Ablehnung reagiert der Leser deshalb besonders empfindlich.

Im Idealfall nutzen Sie das persönliche Gespräch für eine Aussprache. Ist dies nicht möglich, können Sie in Ihrem Text die negative Wirkung Ihrer Nachricht abmildern.

Starten Sie mit einem einführenden Satz - beschreiben Sie Ihre Gefühlslage:
Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll ...
Die Sache bereitet mir Kopfzerbrechen ...
Die Sache liegt mir im Magen ...
Wie gerne würde ich Ihnen eine andere Nachricht senden, doch ...
Ehrlich gesagt: Ich habe mich sehr geärgert und muss jetzt etwas Dampf ablassen.

Spiegeln Sie die Gefühle Ihres Lesers:
Sie werden sicher nicht erfreut sein, doch ...
Ich hoffe, Sie werden nicht allzu enttäuscht sein:
Sicher haben Sie sich eine andere Antwort gewünscht, doch ...

Bereiten Sie den Leser vor:
Ich will ehrlich sein:
Ich will nicht um den heißen Brei herumreden:

Wichtig: Der Satz muss vor der negativen Nachricht stehen, nicht danach! Denn nur so lenken Sie die Aufmerksamkeit des Lesers auf die zwischenmenschliche Situation. Der Leser kann sich von der negativen Nachricht leichter distanzieren und auf die Kommunikation mit Ihnen konzentrieren.

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