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Schreibtipps

Groß- und Kleinschreibung bei "morgen/Morgen"

Ganz schon verwirrend: Mal wird Morgen großgeschrieben und dann auch wieder klein. Textwende erklärt die Unterschiede.

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Seit der Rechtschreibreform schreiben wir die Tageszeiten immer groß:

Wir trafen uns gestern Abend.
Heute Mittag gibt es Erbsensuppe.

Beim Wort "Morgen/morgen" kommt es jedoch immer wieder zu Verwechslungen, da der Begriff mehrere Bedeutungen hat.

 

"Der Morgen" (zwischen 6:00 Uhr und 11:00 Uhr) wird großgeschrieben

Am Morgen ist es hell.
Eines Morgens blühten die Blumen.

Heute Morgen war es besonders kalt.
Gestern Morgen fiel mir das Aufstehen schwer.

 

"morgens" (regelmäßig zwischen 6:00 Uhr und 10:00 Uhr) wird kleingeschrieben

Ich jogge immer morgens.
Mit ihr kann man morgens nicht viel anfangen.
Wo kann ich dich morgens erreichen?

 

"morgen" (am nächsten Tag/Zukunft) wird kleingeschrieben

In diesem Fall ist morgen ein Zeitadverb (Umstandswort):

Sie kommt morgen früh etwas später.
Die Mode von morgen ist bunt.
Ich bin morgen Mittag zum Essen verabredet.

Achtung:
Wochentage und Tageszeiten werden seit der Reform zusammengeschrieben:
Am Dienstagmorgen habe ich einen Arzttermin.

Auch das entsprechende Zeitadverb (Umstandswort) wird zusammengeschrieben - aber klein:
Er geht immer dienstagabends zum Sport.

Wem das nicht gefällt, der kann aus beiden Substantiven ein Adverb machen:
Sie schaut mittwochs morgens immer Frühstücksfernsehen.

 

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Ania Dornheim, Tel. 0214 5004389; dornheim[at]textwende.de

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txx

txx
Endlich Klarheit - ich stolpere jedes Mal über diese Frage

17.06.2013 / 16:54 Uhr

Heinrich

Heinrich
Das habe ich mich schon immer gefrasgt - danke

06.10.2016 / 09:23 Uhr

Christine Rygielski

Christine Rygielski
Sehr gut eklärt, endlich werde ich alles richtig schreiben. Vielen Dank.

04.12.2017 / 20:37 Uhr