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.. nur Profis!

Texter kann sich jeder schimpfen. Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Welche Folgen das hat?

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Es tummeln sich viele Anbieter am Markt, deren Qualifikation mehr als zweifelhaft ist. Auf dem Jobportal "Mach du das" findet sich zurzeit folgende Anzeige:

10 "Profis" haben sich beworben:

Eine Dame schreibt, korrekturlesen [sic] sei ihr nicht fremd. Na, der Auftraggeber nimmt es mit der Groß- und Kleinschreibung ja auch nicht so eng.

Auch der Bewerber mit dem vielsagenden Namen "schreibermann" nimmt´s mit der Rechtschreibung nicht so genau und packt auch gleich zwei Verben in den Satz: "Briefvorlagen jeglicher Art sind vom Begrüssungsschreiben bis zum Mahnungsschreiben [sic!] sind sehr gute Kenntnisse Vorhanden, da ich damit jeden Tag zu tun habe."

Für eine andere Bewerberin, "stellt die Erledigung eines kurzfristig terminierten Auftrages keinerlei Probleme dar". Schön, dann wird nur noch der Empfänger der Business-Briefe Probleme haben, ihre Sätze zu lesen ...

Die kleine Agentur für Kommunikation empfiehlt sich mit dem originellen Abschlusssatz: Wir hoffen, dass unser Angebot Ihren Vorstellungen entspricht und würden uns über Ihren Auftrag sehr freuen.

Das alles stimmt mich traurig. Es wird wohl noch lange dauern, bis in Deutschland "Business-Texten" wirklich profesionell wird.

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