Folge 3: Führung beginnt schon vor der Toolfrage.
Kommunikation wird durch KI endgültig zur Führungsaufgabe. Denn Unternehmen brauchen zuerst Klarheit über ihre Sprache, ihre Ziele und ihre Versprechen, bevor sie über Systeme entscheiden. Und warum KI nicht entscheidet, sondern sichtbar macht, was in einem Unternehmen längst vorhanden ist. Eine Folge darüber, wie Führung den Unterschied macht.
Transkript des Videos
00:00:00 Sabine
Anja, ganz ehrlich, wärst du heute gerne Führungskraft in einem Unternehmen?
00:00:05 Sabine
Wenn ja, warum?
00:00:06 Sabine
Wenn nein, warum nicht?
00:00:10 Ania
Kommt das Unternehmen an?
00:00:13 Ania
Ja, und es kommt auf die Ebene an der Führung.
00:00:18 Ania
Also, ich glaube, dass es sehr, sehr schön wäre,
00:00:25 Ania
Geschäftsführer oder Vorstand eines Unternehmens zu sein, um jetzt zu gestalten, weil es jetzt so viele Möglichkeiten gibt für unser Themen Thema.
00:00:34 Ania
Also, wir sprechen ja über Kommunikation und K.
00:00:37 Ania
I.
00:00:38 Ania
Also, dieses Thema auf einer auf einer hohen Ebene zu zu initiieren, anzustoßen, fände ich sehr, sehr spannend, aber auch sehr verantwortungsvoll und sehr stressig.
00:00:54 Ania
sobald wir ein paar Etagen tiefer gehen, wird es schwierig, weil wir dann im Alltag doch an ganz, ganz große Bretter kommen und die zu bohren.
00:01:04 Ania
Ich glaube, das ist, das ist sehr stressig.
00:01:06 Ania
Und du?
00:01:07 Sabine
Ja, das mittlere Management, das ist tatsächlich gefragt.
00:01:11 Sabine
Ja, ich hab mir die Frage noch nie gestellt, weil ich seit 25 Jahren selbständig bin.
00:01:18 Sabine
Ja, ich hab mich gerade, ich hab mich gerade gefragt, ob das
00:01:22 Sabine
Ob das Thema jetzt wirklich so viele Chancen bietet oder ob einfach auch die Erwartungen so irre groß sind und dass es schwer ist, etwas richtig zu machen, das glaube ich tatsächlich, weil es ist also es hat so viele, es hat so viele Dimensionen, das Thema.
00:01:41 Sabine
Zuerst die Frage, mit der wir uns ja nicht beschäftigen, die sich aber Führungskräfte ja trotzdem stellen müssen: Welche KI ist für uns die richtige?
00:01:49 Sabine
Die Entwicklung ist unheimlich schnell und in dem Moment, wo ich eine Entscheidung getroffen habe, kann es sein, dass die vom Markt schon wieder überholt wurde.
00:01:57 Sabine
das das finde ich enorm herausfordernd.
00:02:00 Sabine
Es gibt so viele Unsicherheitsfaktoren von allen möglichen Seiten.
00:02:05 Sabine
Also, es ist ja nicht nur dieses Thema, was mich als Unternehmen beschäftigt, sondern es sind viele andere Themen, interne wie externe Faktoren,
00:02:17 Sabine
so, dass ich manchmal auch sehr froh bin, dass wir in unserem kleinen Kosmos uns bewegen.
00:02:23 Sabine
Aber was wär denn das, was wär denn und was wär denn unser Wunsch Anführungskräfte?
00:02:28 Ania
Das war ja, wir machen heute, wünsch dir was, genau, das ist, das ist erst mal eine gute Frage.
00:02:35 Ania
Ich, du hast gerade gesagt, die Entscheidung, welche K.
00:02:40 Ania
I.
00:02:41 Ania
man wählt, ne, ich glaube, da steckt schon das Erste, was ich mir wünschen würde, dass
00:02:47 Ania
gar nicht die Frage als erste kommt.
00:02:49 Ania
Wir können ja jetzt erst mal mit ganz vielen verschiedenen Systemen, Anbietern erst mal ausprobieren.
00:02:55 Ania
Wir haben ja auch schon drüber gesprochen, in einer der vorderen Folgen, dass es sowieso eher momentan ein Tool ist, was oben drauf gepfropft wird.
00:03:05 Ania
Ich glaube, die spannende Frage für Führungskräfte ist doch, was müssen wir vorbereiten, was müssen wir ändern im Alltag,
00:03:16 Ania
damit, wenn die K.I.
00:03:18 Ania
dann kommt oder die K.I., die schon da ist, noch effizienter einsetzbar ist, damit sie effizienter einsetzbar ist.
00:03:26 Ania
So und da gibt es so viel zu tun in den Unternehmen, über die wir hier sprechen, über Unternehmen mit gewachsenen Strukturen, mit einem unheimlichen Datensatz.
00:03:37 Ania
Also wir, wir kennen Unternehmen mit tausenden von Textbausteinen in verschiedenen Systemen,
00:03:44 Ania
mit Wissensmanagement, wo Daten noch von 1998 drinhängen und erstmal aufzuräumen, erstmal zu verstehen, dass Kommunikation organisiert werden muss, dass es klare Rollen geben muss, dass ich klar definieren muss, wo wollen wir denn hin.
00:04:07 Ania
Das sind ja Aufgaben, die kann ich auch machen, wenn noch gar keine K.I.
00:04:10 Ania
da ist.
00:04:10 Ania
Die hätte ich auch früher schon machen
00:04:13 Ania
können als Führungskraft und wir kennen auch Unternehmen, in denen das passiert.
00:04:18 Ania
Das ist sehr schön und mit denen wir das auch gemeinsam gemacht haben und da zeigt es sich ja, das lohnt sich, weil wenn ich den meinen Bereich so aufgebaut habe, dass alle wissen, wo wollen wir hin, wenn jeder weiß, wie sind hier die Freigabeprozesse, was ist uns wichtig, was sind unsere Kernbotschaften, was heißt gute Kommunikation, was heißt guter Text, wenn die ausgebildet sind,
00:04:44 Ania
dann würde eine KI diese Gruppe unfassbar effizient machen.
00:04:48 Sabine
Ja, das ist richtig, das ist richtig.
00:04:50 Sabine
Ich möchte noch mal einen Punkt zurückgehen und bei einer Sache, die du da gerade gesagt hast, dass wir erst mal aufräumen, finde ich super.
00:04:58 Sabine
Ich gehe noch mal eins zurück und sage, wir müssen erst mal wissen, wo wir überhaupt aufräumen müssen.
00:05:02 Sabine
Weil wir das gar nicht, weil wir es zum Teil gar nicht wissen, an welchen Stellen findet überhaupt Kommunikation statt.
00:05:08 Sabine
Was ich mir wünsche,
00:05:10 Sabine
oder wünschen würde.
00:05:11 Sabine
Das fragt uns ja keiner, aber wünschen würde von Führungskräften oder wenn uns hier jemand zuschaut.
00:05:19 Sabine
Ich glaube, in Unternehmen sind Success Stories wichtig, was jetzt den Umgang mit KI angeht.
00:05:27 Sabine
Und damit meine ich nicht,
00:05:30 Sabine
Jubelbotschaften, wo einfach irgendwelche Teams darüber erzählen, wie sie was effizienter gemacht haben, sondern echte Success Stories, die auch zeigen, wie haben wir das geschafft, das gut auch in unsere, in unseren Arbeitsbereich zu integrieren.
00:05:48 Sabine
Weil was wir ja sagen, ist ja nicht anflanschen, sondern integrieren.
00:05:51 Sabine
Und dazu braucht es den Blick dafür, wo könnte ich denn, wo könnten wir denn diese Success Stories finden, also auf die, auf
00:06:00 Sabine
auf die Suche zu gehen nach nach solchen Pionieren oder nach solchen Teams.
00:06:06 Sabine
Vielleicht schaffe ich es sogar, dass ich Teams damit, ich sag mal nach, auf einmal in den Fokus rücke, die sonst nicht gerade in der Öffentlichkeit stehen im Unternehmen, sondern die dadurch ne noch mal anders auch ja mit Sternenstaub ne so ein bisschen berieseln zu lassen.
00:06:25 Sabine
Das das finde ich wichtig und von diesen Success Stories zu lernen.
00:06:30 Sabine
was, was, was heißt das, was kann ich daraus für die gesamte Organisation sehen, weil ich mein, wir haben in den vorherigen Folgen schon drüber gesprochen, wie viel Struktur braucht es und du, du hast ja völlig recht mit dem Thema und wir müssen aufräumen und diese Strukturen, das klingt aber ja erst mal nach super viel Arbeit und nach total und auch nach Zeit, die dafür gebraucht wird und diese Zeit
00:06:55 Sabine
haben viele nicht, weil sie natürlich auch von außen Druck haben.
00:07:00 Sabine
Auch wie wollen sie dastehen, auch als Arbeitgeber, da wird einfach auch erwartet, dass natürlich mit modernen Instrumenten gearbeitet wird.
00:07:08 Sabine
Aber wenn ich genau damit offen umgehe und nicht direkt den Eindruck vermittle, das war es jetzt so, also ne, wir haben das jetzt eingeführt und das läuft jetzt, sondern wenn ich sage,
00:07:20 Sabine
ne, wir wissen es gar nicht genau und wir gucken aber an manchen Stellen genauer hin und wir haben gesehen, es könnten auch, wie ist das das Gegenteil von Success, Failure Fails, genau Fails.
00:07:32 Sabine
Wir können uns auch anschauen, wo hat es denn nicht funktioniert, um auch daraus zu lernen.
00:07:39 Sabine
Also insgesamt
00:07:40 Sabine
Vielleicht, vielleicht ist es so was wie mehr Ehrlichkeit mit dem Thema, auch klar zu zeigen, wo wir stehen.
00:07:47 Sabine
An welchen Stellen kommen wir nicht weiter, zu analysieren, warum kommen wir da nicht weiter, weil es vielleicht dann die Probleme sind, von denen du eben auch gesprochen hast, die schon immer da sind, die aber noch nie einer so geballt im Fokus gehabt hat.
00:08:04 Ania
Hast du, hast du ein Beispiel dafür, wo oder ist das jetzt erst mal allgemein gehalten, gibt es
00:08:11 Ania
Also für mich greif, kann ich diese Success Stories noch nicht so richtig greifen.
00:08:15 Ania
Wären das Abteilungen, die es eben schon schaffen, ihre Strukturen anders zu haben und das würdest du in der internen Kommunikation zum.
00:08:26 Sabine
Beispiel vermitteln und das, das, das können ja auch, also da, da würd ich mir gerade die rausgucken, die
00:08:33 Sabine
die nicht, die nicht hauptsächlich nur Kommunikation machen, um ne, um zu sagen, wie kann ich die, wie kann ich die anderen damit auch denen auch zeigen, wie, wie wende ich es an, weil ich mein, wir wissen, du kannst K.
00:08:48 Sabine
I.
00:08:49 Sabine
in ganz, ganz vielen verschiedenen Phasen auch der Kommunikation nutzen und das, also die muss ich ja nicht zwingend für das reine
00:08:57 Sabine
Schreiben lassen nutzen, sondern ich kann sie ja auch vorher fürs Denken, fürs Planen, fürs Organisieren nutzen und da mal eher zu schauen, wie kann und auch eher auf kleine Einheiten zu schauen, weil die kleinen Einheiten, die sind sicher leichter.
00:09:15 Sabine
Also bevor ich überlege, wie ich die gesamte Kundenkommunikation jetzt automatisiere und K.
00:09:21 Sabine
I.
00:09:22 Sabine
an meine ohnehin schon super komplexe Technik noch andocke, schau ich eher, wo
00:09:27 Sabine
Wo gibt es, wo gibt es andere Teams, die in einem auf irgendeiner kleinen Insel bisher unterwegs sind?
00:09:37 Sabine
Das kann auch ein Team sein, das meinetwegen Handbücher formuliert, die ins interne Wissensmanagement einfließen, wo irgendwie was einen total großen Streueffekt hat, wo aber irgendwie nie einer drauf guckt, weil weil das ja nicht die Themen sind, die so im Fokus stehen.
00:09:52 Sabine
Aber solche Themen könnten auf einmal
00:09:55 Sabine
unter einem anderen Blickwinkel im Fokus stehen.
00:09:59 Ania
Dann geh ich noch einen Schritt weiter zurück.
00:10:01 Ania
Also wir sind ja jetzt sozusagen immer weiter.
00:10:03 Ania
Du, ich hatte aufräumen gesagt, dann hast du gesagt, vor dem Aufräumen, vielleicht gucken, vielleicht gibt es schon jemanden, der aufgeräumt hat.
00:10:09 Ania
Ja, oder so war der Schritt.
00:10:11 Sabine
Und wo hat der aufgeräumt?
00:10:12 Ania
Wo hat der aufgeräumt?
00:10:14 Ania
Und ich würde jetzt noch einen Schritt davor gehen und erst mal fragen, haben wir den
00:10:24 Ania
sozusagen den Blick dafür, was bei uns Kommunikation heißt.
00:10:29 Ania
Also haben wir Kommunikation definiert, weil ich kann ja auch erst mal, ich kann ja nur aufräumen, wenn ich sage, was wollen wir denn beibehalten, was wollen wir, was sind unsere, was sind unsere Standards, wollen wir gehirngerecht kommunizieren, wollen wir besonders empathisch, also gehen wir ja in die empathische Kommunikation, ist uns Wissensmanagement wichtig, also wir können ja auch verschiedene Bereiche machen, so und dafür braucht es das Know-how
00:10:54 Ania
was ich mir von Führungskräften wünsche, ist dass sie nicht glauben, weil sie Führungskraft sind, könnten sie kommunizieren und zwar vor allem nicht schriftlich.
00:11:02 Ania
Und da gehen wir jetzt ganz weg von K.I.
00:11:06 Ania
Das hat aber viel damit zu tun, weil wenn vielleicht die Führungskraft denkt, na ja, bisher hab ich Freigaben gemacht oder hab entschieden, wenn irgendwas ist und jetzt lass ich das die K.I.
00:11:22 Ania
machen, weil die das besser kann.
00:11:24 Ania
als ich.
00:11:25 Ania
Dann haben wir ein Grundproblem, nämlich der K.I.
00:11:29 Ania
eine Entscheidung zuzuschreiben, die sie nicht treffen kann.
00:11:32 Ania
Eine K.I.
00:11:33 Ania
simuliert immer nur etwas und es braucht immer, bisher jedenfalls, den Menschen, um zu entscheiden, ob etwas gut ist.
00:11:41 Ania
Und das sind bisher die Führungskräfte.
00:11:44 Ania
Und meine Erfahrung im Umgang damit ist, dass auch die Führungskräfte der K.I.
00:11:49 Ania
mehr zuschreiben als die K.I.
00:11:52 Ania
leisten kann,
00:11:54 Ania
weil sie selber nicht die Kompetenz haben, den Text zu bewerten.
00:11:58 Ania
Und anders als denn bei den Mitarbeitern, wo sie dann sich in der Führungsrolle gesehen haben und dann nach eigenem Geschmack oder nach den Regeln des Unternehmens oder was auch immer entschieden haben und nicht nach strategischen eigenen Vorstellungen oder nach gehirngerechter Kommunikation, kann ich der K.
00:12:18 Ania
I.
00:12:19 Ania
natürlich so was zuschreiben,
00:12:21 Ania
wenn ich es nicht bewerten kann, dann geb ich der K.I.
00:12:24 Ania
diese diese Rolle.
00:12:26 Ania
Du machst das ja gut und deswegen glaub ich, dass es jetzt grade wo die K.I.
00:12:32 Ania
in die Kommunikation kommt, extrem wichtig ist, dass Führungskräfte erstmal ein eigenes Kommunikations-Know-how aufbauen, um das bewerten zu können, weil sonst geben wir ganz viel ab.
00:12:45 Ania
Und dabei können sie sich ja auch auf ihre Leute im Unternehmen konzentrieren, die das haben.
00:12:52 Ania
die gibt es ja.
00:12:54 Ania
Ja, wär es nicht ein, also ich hätte jetzt mal so eine Vorstellung davon, dass die Frühungsriege sagt: 'Hey, wir hätten gerne mal, bevor wir uns mit K.I.
00:13:03 Ania
und Kommunikation beschäftigen, ein Workshop zusammen mit unseren Kommunikatoren aus allen Bereichen und die sollen uns mal schlau machen, was ist denn hier im Haus, was ist uns denn wichtig, wo sind die Hürden, wo klappt das schon gut,
00:13:20 Ania
wo seht ihr Bedarf, damit ihr entweder selber kommunizieren und kommunizieren könnt oder die K.
00:13:26 Ania
I.
00:13:27 Ania
das für euch machen kann.
00:13:28 Ania
Also so 'ne Art Initiative, mega, ein Know-how sich anzueignen, um entscheiden zu können, wo ich das Know-how wieder abgebe und das fehlt.
00:13:40 Ania
Es fehlt, weil das so, das ist ja immer das Problem, Kommunikation,
00:13:47 Ania
Wir sprechen die ganze Zeit über Kommunikation und haben es ja selber noch nicht richtig definiert.
00:13:51 Ania
Jeder kommuniziert, jeder spricht, jeder schreibt.
00:13:55 Ania
Und bewertet das nach Geschmack oder so.
00:13:58 Ania
Und ich mein, das kennen wir.
00:14:00 Ania
Wir machen seit 25 Jahren Schreibtrainings und Wissen.
00:14:04 Ania
Das Wichtigste ist nicht zu sagen, weil Textwände es toll finden oder weil wir, weil es modern ist oder sonst was, sondern dass es durchaus und nachweisbare Kriterien gibt, wann ein Text erfolgreich im Gehirn eines Empfängers ankommen kann und wann nicht.
00:14:19 Ania
Ne, wir sagen ja immer so schön, wir können nicht sagen, was ein guter Text ist, aber wir können sagen, was ein
00:14:24 Ania
schlechter Text ist, also ein nicht wirkungsvoller Text ist.
00:14:27 Ania
Und dieses Know-how braucht ein Unternehmen, bevor es entscheidet, was es will, was es abgibt.
00:14:36 Ania
Ja, das wär mein Wunsch.
00:14:37 Ania
Ein Wunsch wäre, Führungskräfte machen einen Workshop zum Thema, sagt uns, liebe Kommunikatoren im Haus, was ist uns wichtig und die müssen auch, dann hör ich auch auf, aber
00:14:49 Ania
das müssen auch die Kommunikatoren im Haus sagen, das können wir zum Beispiel nicht als Externe, wir könnten dazu kommen, wir.
00:14:56 Sabine
Können beraten, wir können und inkonsistenten Inkonsistenzen aufzeigen, absolut, das können die, das können die nur aus sich heraus.
00:15:04 Sabine
Ja, ich mir geht gerade so durch den Kopf, ich weiß nicht, ob ob wir da oder ob ich gerade da die Brille der Kommunikationsberaterin zu stark auf habe, aber dass ich den Eindruck habe, dass
00:15:18 Sabine
Kommunikation eine stärkere Rolle bekommt, überhaupt das Thema Verschriftlichen von von Informationen.
00:15:29 Sabine
Also wir kommen ja auch vom Text, weil es durch die K.
00:15:32 Sabine
I.
00:15:33 Sabine
so schnelle Möglichkeiten gibt, das zu produzieren oder das zu optimieren.
00:15:40 Sabine
ob das jetzt gerade so vielleicht auch mein Wunschgedanke ist, weil das ja auch so das Erste ist, was ich ja auch mit der K.I., was ja auch mit der K.I.
00:15:49 Sabine
ausprobiert wurde, weil das ist ja letztendlich ein Sprachmodell.
00:15:52 Sabine
Also, dass auf einmal dieses Thema dadurch noch mal so 'ne andere Wertigkeit bekommen hat, weil es ganz nah dran an der K.I.
00:16:01 Sabine
ist, weil das das erste Tummelfeld ist.
00:16:02 Sabine
Die anderen Sachen kamen ja alle erst hinterher, Bildgeneration, genau, und auch Coding und das
00:16:09 Sabine
Aber das war ja irgendwie so das Allererste und dass das natürlich eine große Chance ist, dass es aber auch bedeutet, ich brauche genau, ich brauche dieses, diese, diesen Blick da drauf, ich brauche diesen objektiven Blick und ich muss natürlich wissen, nicht nur ich selber als Einzelperson, als einzelne Führungskraft muss das beurteilen können, sondern ich muss auch diesen Gesamtkontext kennen und verstehen.
00:16:36 Sabine
Also, wenn ich daran denke, wir haben, ich mein, wir haben
00:16:39 Sabine
Das früher gemacht, da haben wir irgendwelche Texthandbücher und was weiß ich, Corporate Wordings und sowas formuliert.
00:16:48 Sabine
Jetzt haben wir letztens Corporate Language formuliert.
00:16:54 Sabine
Dann ist das schon jetzt etwas, was ich brauche, um es zu verschriftlichen.
00:16:59 Sabine
Also, was ist das, was wir in der alltäglichen Kommunikation und Information über uns als Unternehmen erzählen?
00:17:06 Sabine
Und ist das auch das Setting, das ich als Führungskraft habe?
00:17:09 Sabine
Weil ich als Führungskraft prüfe ja so einen Text, egal ob er von einem Mitarbeitenden kommt oder von der K.I., nicht nur daraufhin.
00:17:18 Sabine
Wird der beim Empfänger das Ziel erreichen?
00:17:21 Sabine
Mach ich es dem einfach?
00:17:22 Sabine
Sondern auch, ist das ein Text, den nur wir als Unternehmen schreiben könnten?
00:17:26 Sabine
Und dazu muss ich dieses Setting ja auch verinnerlicht haben.
00:17:29 Sabine
Und da sagt sich oft so, so schnell sagen sich mal so Dinge wie: 'Ja, wir wollen digitaler werden.' Ne, ja, wir, ne, ist wichtig, dass wir da 'n großen Schritt vorwärts machen.
00:17:39 Sabine
Und dann bauen wir das in die Kommunikation ein und dann heißt es an der Stelle nee, also.
00:17:44 Sabine
So schnell jetzt doch nicht oder so hatten wir uns das nicht vorgestellt, weil wir das vorher nicht genau definiert haben und weil es immer wieder so ein ist ja auch OK, dass es so ein Aushandeln ist, aber da muss ich diesen Prozess auch zulassen.
00:17:57 Sabine
Wenn es das, wenn du das damit nicht gemeint hast, was hast du denn gemeint?
00:18:01 Sabine
Also es in der Stelle an der Stelle auch klären.
00:18:04 Sabine
um es zu verstehen, weil ich glaube, solche Aussagen und dann bist du wieder dran, du holst schon Luft, ich seh das schon.
00:18:10 Sabine
Aber das genau solche Aussagen, die kriegen ja jetzt auf einmal so ein, so ein Regelcharakter.
00:18:15 Sabine
Also ich werfe da so eine Aussage hin und auf einmal wird sie in dieses Beurteilungssystem mit eingebaut und wird irgendwie weiter gedacht und ich muss mir darüber klar werden, was ich damit losgetreten habe.
00:18:28 Ania
Also wir haben die Renaissance der Handbücher
00:18:32 Ania
in nicht als Handbuch, sondern wir meinen sie anders als Zielbilder, Zielbilder, Zielbilder.
00:18:38 Sabine
Konkret, es ist eine, es ist ja, es ist vielleicht ein Paradoxum, aber irgendwie eine konkrete Vision.
00:18:43 Ania
Nein, das ist keine konkrete Vision, finde ich, kein Paradoxon.
00:18:47 Ania
Also die Vision muss ja auch konkret sein, damit wir ein Ziel haben, auf das wir zusteuern können.
00:18:55 Ania
Ja, das stimmt, also es ist auf jeden Fall wichtig, dass wir
00:19:00 Ania
wieder stärker in etwas gehen, was schon mal in den 2000er Jahren ein Bedürfnis war.
00:19:07 Ania
Damals kam das aus der Differenzierung gegenüber Konkurrenten, dass man gemerkt hat, man muss in der Kommunikation weg von Standardformulierungen und man wollte eine eigene Sprache haben.
00:19:21 Ania
Und irgendwann war das wieder out, es war ganz spannend, weil man das Gefühl hatte, die einzelnen Menschen
00:19:28 Ania
können eigentlich besser authentisch kommunizieren, als wenn wir ihnen das so vorschreiben.
00:19:33 Ania
Man hat auch festgestellt, das ist gar nicht so leicht, das im Haus zu implementieren und dass das oft dann auch ja irgendwann sich verlaufen hatte.
00:19:43 Ania
Und jetzt kommt aus aus einem anderen Bedürfnis wieder zum Vorschein und das wäre auch ein Wunsch Anführungskräfte, das einzufordern.
00:19:53 Ania
Auf jeden Fall, ich hab noch ein Wunsch.
00:19:55 Sabine
Ja.
00:19:57 Ania
Sehr, sehr viele Wünsche und ich hab gut großes Verständnis, wenn Führungskräfte sagen, puh, es gibt so viele andere Sachen, warum ist es jetzt gerade Kommunikation läuft ja schon, ich hab mich mit ganz anderen Sachen zu beschäftigen.
00:20:11 Ania
Aber ein Wunsch, den ich hab, ist dass Kommunikatoren oder dass Führungskräfte sich überlegen, wie sie selbst kommunizieren und ob sie nicht häufig auch Versprechen machen,
00:20:26 Ania
sprachliche Versprechen, das wär dann auch wieder in unser unsere Hand, unser Zielbild, in unsere Vision, die sie wirklich so meinen, aber ein Wissen, dass sie sie nicht umsetzen können.
00:20:37 Ania
Und das ist ja, Kultur verändert sich viel langsamer als Technik oder K.
00:20:42 Ania
I., die hier reinkommt.
00:20:44 Ania
Aber wenn jetzt die K.
00:20:45 Ania
I.
00:20:45 Ania
ins Haus kommt und wir sagen, der Mensch steht im Mittelpunkt, wir sind digital, wir sind schnell oder sowas,
00:20:54 Ania
dann wird die, die die K.I.
00:20:56 Ania
das sehr ernst nehmen in ihrer, in ihrer Umsetzung.
00:21:00 Ania
Und das, was der Empfänger von dieser Kommunikation am Ende schon vorher gespürt hat, wird dann ganz kippen, nämlich Vertrauen, wenn es nicht umgesetzt wird.
00:21:13 Ania
Wir haben jetzt schon ein Problem heutzutage als Kommunikatoren, dass Kommunikation über Sprache ganz schwierig wird, weil die Sprache ihren Sinn eigentlich verloren hat,
00:21:23 Ania
Wenn heute jemand sagt, ich, ich will alles Gute für euch und ich werd das alles machen, dann glaubt einem das ja niemand mehr.
00:21:31 Ania
Man muss ja Beweise hervorrufen.
00:21:33 Ania
Warum?
00:21:33 Ania
Weil man über Jahrzehnte erfahren hat, dass man vieles sagen kann, ohne es zu tun.
00:21:38 Ania
Das sehen wir in der Gesellschaft, das sehen wir in der Politik und das sehen wir in den Unternehmen.
00:21:42 Ania
Und ich glaube, das wird mit K.I.
00:21:45 Ania
noch mal massiver, weil die K.I.
00:21:49 Ania
eben nicht beurteilt, ob
00:21:52 Ania
das richtig ist, sondern sie macht es so, wie man ihr das vorgibt.
00:21:55 Ania
Und wenn wir ihr sagen, zeigt, dass wir total wertschätzend sind, dann wird sie das tun.
00:22:00 Ania
Und wenn unsere Prozesse das nicht sind, wird der Empfänger das noch viel stärker spüren.
00:22:05 Ania
Deswegen wäre mein Wunsch, dass Führungskräfte viel genauer hinschauen müssen, ob die Versprechen, die wir geben, auch umsetzbar sind.
00:22:15 Ania
Und lieber in kleinen Schritten vorgehen und etwas versprechen,
00:22:19 Ania
was wir dann auch wirklich umsetzen können, was spürbar wird.
00:22:22 Ania
Ich mein, jedem Marketingmenschen werde ich da nichts Neues erzählen, aber es wird mit K.I.
00:22:28 Ania
sicher noch mal eine Nummer oberflächlicher werden oder noch stärker dieses Sprühen von tollen Formulierungen, hinter denen nichts steckt.
00:22:41 Sabine
Ich denk gerade noch an einen anderen Aspekt und das ist der Aspekt, der
00:22:47 Sabine
Ja, wie will ich es nennen, Konstanz auf dem aufbauen, was da ist?
00:22:51 Sabine
Also, wenn ich mir, wenn ich mir überlege, so in Zukunft, ich hab eine K.I., die kennt die Sprache meines Unternehmens sehr gut, weil ich, weil ich ein Zielbild entwickelt habe, weil ich die K.I.
00:23:07 Sabine
damit gefüttert habe, weil ich ganz, ganz viele Beispiele in der Richtung aufgebaut habe.
00:23:12 Sabine
Und dann kommt ein neuer Vorstand, der sagt, wir machen das jetzt alles anders, weil der gerne seine Duftmarke da reinsetzen will.
00:23:21 Sabine
Dann ist das ein ein riesen Akt.
00:23:25 Sabine
Das heißt aber auch im Umkehrschluss, ich muss mir sehr genau überlegen,
00:23:30 Sabine
ob das der, ob das der Weg ist, den ich auch wirklich weitergehen will, weil so viel da hinten dran hängt.
00:23:36 Sabine
Also ich kann den Menschen, kann ich sagen, jetzt verändert euch mal.
00:23:40 Sabine
Also jetzt kommuniziert mal ein bisschen anders.
00:23:43 Sabine
Oder ich kann der Marketingagentur sagen, wir wollen jetzt mit anderen Models oder was arbeiten, du weißt, was ich meine.
00:23:50 Sabine
Wenn ich das aber alles schon, also wenn das schon alles in der K.
00:23:54 Sabine
I.
00:23:55 Sabine
implementiert ist,
00:23:56 Sabine
dann ist es ein riesen Aufwand, das zu verändern.
00:24:00 Ania
Achtung, es ist gar nicht möglich, es zu verändern.
00:24:03 Ania
Warum?
00:24:03 Ania
Weil die K.I., wenn wenn man jetzt mal als normaler Nutzer dran denkt, wenn ich innerhalb eines Chats bleibe, dann kann ich nicht sagen, und jetzt ganz anders, sondern dann wird er trotzdem mischen, weil er immer auf alles, was davor drin war.
00:24:18 Ania
Das heißt, du müsstest es auf 0 stellen, das geht vielleicht, das weiß ich nicht, da bin ich jetzt nicht erfahren genug für, aber du müsstest es auf 0
00:24:26 Ania
wählen und sagen, O.
00:24:28 Ania
K., wir starten jetzt noch mal neu und dann ist wieder der Punkt, dann müssen all die Dinge, die ich aber liefern muss, damit die K.
00:24:33 Ania
I.
00:24:34 Ania
wieder kommuniziert, muss ich irgendwo greifbar haben.
00:24:36 Ania
Ja, und deswegen darf auf keinen Fall es so sein, wie es bisher in den Unternehmen gelaufen ist, dass einfach alles sich organisch aufbaut und keiner es steuert, weil dann kannst du es nicht auf 0 stellen.
00:24:50 Sabine
Ja, ist richtig, du hast gar keine Skala.
00:24:54 Ania
Genau,
00:24:54 Ania
ist gar kein Argument dafür, dass es einen ganz klaren Prozess geben muss, damit ich nämlich auch mal auf 0 stellen kann, um meine Kommunikation zu ändern.
00:25:04 Ania
Sonst mach ich immer einen wilden Mix aus allem.
00:25:07 Sabine
Ich hab noch einen Punkt, sonst geht gar nicht auf, und zwar das Thema Gedanken sichtbar zu machen.
00:25:16 Sabine
Wenn ich will, auch jetzt, um selber mit der KI in den Austausch zu gehen, um aber auch einen Nutzen für meine Organisation zu haben, dann muss ich es irgendwo abrufbar machen, sei es verschriftlicht, sei es irgendwo reingesprochen, also das, was nur.
00:25:35 Sabine
Im Kopf irgendwie drin ist und was nur zwischen den Zeilen so so mitschwingt, das kann ich ja auch nicht, das kann ich ja auch nicht tief in der in die Organisation reinbringen, weil es nur so, weil es so unausgesprochen verbleibt.
00:25:52 Sabine
Und das merke ich zum Beispiel bei mir selber, dass ich, dass ich, ich bin nicht so gut darin, immer alles sofort irgendwo reinzusprechen.
00:26:00 Sabine
Also ich.
00:26:01 Sabine
arbeite damit nicht so gerne mit.
00:26:03 Sabine
Müsste ich aber viel mehr tun, weil ich dann zum Beispiel gemeinsam mit der K.
00:26:07 Sabine
I.
00:26:07 Sabine
darüber reflektieren könnte.
00:26:09 Sabine
So reflektiere ich mit mir selbst und so geht es, glaube ich, auch vielen Menschen, die sehr viel, sehr viel zu tun haben, die von Termin zu Termin hetzen, die nicht immer alles selber, also die Dinge nicht ausarbeiten, gar keine Zeit haben, das zu verschriftlichen.
00:26:27 Sabine
Da findet unheimlich viel in deren Kopf statt.
00:26:31 Sabine
Andere können daran aber nicht weiterdenken, nicht weiterarbeiten, weil es einfach nicht sichtbar ist.
00:26:36 Sabine
Und das ist also nicht nur für Menschen ein ein verlorenes Potential, sondern natürlich auch für die K.
00:26:43 Ania
I.
00:26:44 Ania
spannend, spannend.
00:26:46 Ania
Ich komme zum Schluss, dass ich doch gerne Führungskraft wäre und zwar, weil es so viele Anknüpfungspunkte gibt, wo man etwas verbessern kann beim Thema Kommunikation und
00:27:01 Ania
durch die K.I.
00:27:02 Ania
ein Auslöser dafür da ist.
00:27:04 Ania
Also ich bin nicht mittendrin und sehe das ganze Chaos und muss jetzt versuchen, das Ganze zu beherrschen, sondern ich kann tatsächlich sagen, hier gibt es einen konkreten Auslöser dafür, dass wir uns das jetzt angucken.
00:27:21 Ania
Das finde ich leichter, als wenn wir, wenn es diesen diese K.I.
00:27:26 Ania
nicht gäbe, weil so habe ich ein Argument, ne, total,
00:27:29 Ania
und ja, wahrscheinlich wär es doch spannend, immer im richtigen Unternehmen, aber sich mit dem Thema zu beschäftigen.
00:27:38 Ania
Klappt doch, oder du auch, würdest es auch, oder bleibst lieber bei uns.
00:27:42 Sabine
Ich bleib lieber bei uns.
Sabine Krippl und Ania Dornheim
führen gemeinsam die Agentur Textwende. Sie unterstützen Unternehmen mit Strategien, Tools, Trainings und Texten. Ihre Vision: Kommunikator:innen werden zu Stars im Unternehmen.